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19.12.2013, 19:59

Herkunft unserer Hühner

Bekanntschaft
– Verwandtschaft?


Wie stehen
deutsche Buschhühner und Javanesische Zwerghühner zu einander


Was wir wissen:


Javanesiche Zwerghhühner:

legen grün-türkisfarbige Eier (die
Bruteier aus dem Zoo San Diego waren ebenfalls alle hell türkis),
die Kopfpunkte sind reduziert. Es müssen also südamerikanische
Hühner im Spiel gewesen sein! Dazu kamen die zwei
Bankivavarianten, Gallus gallus murghi und Gallus gallus spadiceus.



deutsche Buschhühner:

haben reduzierte Kopfpunkte und legten
seit jeher grün-türkise Eier. Also muss Muntau auch
südamereikanische Hühner zur Erzüchtung seiner Buschhühner
benutzt haben. Das Muntau auch Bankiva mit eingekreuzt hat, ist uns
ebenfalls bekannt.


Es könnte sein dass deutsche
Buschhühner und Javaneser durch vergleichbare Kreuzungen, unabhängig
von einander, entstanden sind. Wobei immer noch im Raum steht: woher
bekam Muntau seine Tiere mit reduzierten Kopfpunkten mit dem Gen für
das grüne Ei? Araucana wurden in Deutschland erst nach 1960, nachdem
Tiere aus den USA importiert wurden, gezielt gezüchtet und später
anerkannt.



Bekam Muntau schon früher, durch seine
guten Kontakte zu damals führenden Zoo- und Wildtierfachleuten, über
die Vermittlung Hühner aus dem frühen Bestand vom Zoo San Diego?

Die Bankivavarianten wurden ja erst ab
1940, also 24 Jahre nach Eröffnung des Zoos eingekreuzt.



Laut Berichten vom Zoo San Diego haben
sie Bruteier von den Zoohühnern, sowohl nach Deutschland als auch
nach Kanada abgegeben. In den siebziger Jahren tauchten dann
plötzlich die kanadischen Buschhühner auf. Diese Tiere entsprachen
damals äußerlich absolut den javanesischen Zwerhhühnern. Langer
waagerechter Körperbau, kleiner Erbsenkamm, weiße Ohrscheiben,
grüne Füße und diese dann oft mit fünf Zehen. Sind hier auf
anderem Wege bereits Hühner aus dem Zoo San Diego nach Deutschland
gekommen? Die kanadischen Buschhühner haben ja nachweislich den Typ
der heutigen Buschhuhnbestände beeinflusst und mitgeprägt.





Angesichts der Tatsache das die
deutschen Buschhühner und die Javanesischen Zwerghhühner so viel
besondere Verhaltensweisen und Charakterzüge gemeinsam haben, muß
man davon ausgehen das hier mehr als nur der Zufall mitgeholfen hat.

2

19.12.2013, 20:13

Wer hier was genaueres wissen will!, lasst uns darüber reden! Da gibt es auch noch viele Detailinfos, warum, wann, wo, usw.

Gruß Uwe

javaz

Anfänger

Beiträge: 27

Wohnort: Niederösterreich

Beruf: Beamter im Ruhestand

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3

20.12.2013, 14:16

Ganz vorsichtig formuliert:


JA ich will! :thumbup:


Infos! Los her damit. :!:


lg
Willi

4

20.12.2013, 19:11

also stammen die Buschhühner von den Javanesen ab :whistling:

5

20.12.2013, 19:24

Habe mal vor einiger Zeit versucht die Aufenthaltsorte von Muntau etwas nachzuvollziehen mit dem was ich finden konnte. Einige kennen es bereits. Vieleicht kann man es etwas vervollständigen. Das feingeschriebene ist von mir wobei ich auf einige Schreibfehler bei der Übermitlung tippe.





Aufenthalsorte von Alfred Muntau nach dem 2. Weltkrieg laut Hans Reßmann
1947 Ausweisung nach Westdeutschland Truppenübungsplatz Schwarzenmoor Herford 1957 Hamburg Langhorn Wohnlager Flughafengelände Dannenberg
28.5.1963 Melkerweg 10, 3282-Steinheim/W. (Wild und Hund Anzeige)
32839 Steinheim / W. Am Melkeweg LK Höxter alte Plz 4939 ???3282 ist alte Plz Güsen Sachsen Anhalt 1964 Lechfeld 86836 Gutshof Lechfeld (süd Augsburg) ??? Lechfeld ist ein größerer Bereich 1965 Schwabstall 86836 Schwabstadl 7,5 km vom Gutshof Lechfeld 1966 Klein-Klopfach Kleinklöpfach Bauernhof zwischen 94339 Metting und Eschlbach im Wald südwestlich Straubing BY 1967 Loche / Steinheim Lothe bei Steinheim / W. Lk Höxter ? 1967 Kirchlinteln Verden 1970 Krankenhaus Verden 1971 Vahlhausen 6.1.1972 + Vahlhausen Bad Meinberg

6

20.12.2013, 21:18

Ok,
ich werf mal etwas rein.

Laut meinen Recherchen ga es im Zoo von San Diego so viele Zoohühner, das es sogar Unterschiede der einzelnen Gruppen gab! Man spricht im Zoo von canyons (Tälern), so groß ist der Zoo. In diesen Tälern sollen sich eigene Hühnergruppen gebildet haben. Der Mann, der die Eier mit nach Deutschland brachte, sprach von Tieren die so wie "kleine Italiener"(Bankivatypen) aussahen, auch gab es Tiere die "stärker,größer, anders" waren!

Gruß Uwe

7

21.12.2013, 07:57

ach Uwe

Du beantwortest eine Frage und wirfst gleich wieder mehrere auf

jetzt sind sie auch schon im Orginal unterschiedlich

8

21.12.2013, 11:08

Hallo marterhund,
bedenke dabei das die (alle) Javaneser aus 20 geschmuggelten Eiere stammen. Wie die Hennen aussahen, welchem Phänotyp sie angehörten, das wird uns wohl nie jemand beantworten können.

Aber: unter berücksichtigung des Typs der kanadischen Buschhühner, die wohl, laut Dietmar absolut den Javanesern entsprachen, muß sich doch über die vielen Jahre ganz klar ein Typus durchgesetzt haben (immerhin 40 Jahre = 40 Generationen).

9

21.12.2013, 17:27

@Claudia

was sagst Du zu den Kanadischen ? soweit ich mich erinnern kann, hast Du mit denen vor vielen Jahren angefangen.

11

22.12.2013, 15:53

Hallo!

Damals waren die Tiere auf jeden Fall nicht so durchgezüchtet wie heute. Ich würde aber behaupten, dass der Typ auf jeden Fall derselbe ist. Leider habe ich nicht viele Fotos aus den Anfangszeiten.
Das waren meine ersten Kanadischen (Wild-) Buschhühner aus 1995-97.
»Claudia« hat folgende Dateien angehängt:
  • Hahn8.jpg (224,83 kB - 40 mal heruntergeladen - zuletzt: 02.10.2019, 15:26)
  • buschhahn1997.jpg (337,95 kB - 35 mal heruntergeladen - zuletzt: 02.10.2019, 15:26)
  • buschhuehner1995.jpg (341,88 kB - 40 mal heruntergeladen - zuletzt: 02.10.2019, 15:26)

12

22.12.2013, 18:12

Hallo,
von den Tieren aus San Diego wissen wir, dass dort zwei Bankiva Unterarten beteiligt waren. Allerdings gab es vor der Hereinnahme der Bankiva ja bereits seit 1916 einen Zoohuhnbestand, also über 25 Jahre!
Da mit 100%tiger Sicherheit davon ausgegangen werden kann (Kopfpunkte und grüne Eier), dass es sich dabei um südamerikanische Hühner gehandelt hat, habe ich auch in diese Richtung recherchiert. Unabhängig von meinen Recherchen hatte bereits Ingo Dietrich auf der SV Seite von den Rapanui-Olmec Hühner geschrieben.

In Neuhaus habe ich beim letzten Treffen einiges vorgelesen. Nun noch einmal einige Ausschnitte aus seitenlangen übersetzten Texten über die Besonderheiten der süd pazifischen Hühner, Sammelbegriff: "Rapanui"

- diese Hühner gehörten in den micronesischen Dörfern zum wertvollsten Besitz. Man machte einen regelrechten Kult daraus, Hühner mit besonders glänzenden Federn zu züchten. Es wurden die unterschiedlichsten Kreuzungsversuche unternommen. Für viele der pazifisschen Hühner war ein sehr langer Schwanz charakteristisch. Diese langen Federn waren ein Zuchtziel um daraus besonderen Kopfschmuck zu fertigen. Diese lange Besichelung soll durch die Hybridisierung mit dem "grünen Jungelfowl" enstanden sein.

- grüne Eier wurden bevorzugt, aber die meisten legten ein blasses türkises Ei. Auch andere Farben gehörten dazu. Es konnte sein das aus einem Elterpaar Hennen mit unterschiedlichen Eierfarben gezüchtet wurden. Satt grün, blass türkis, hell blau, teegelb, blass rosa, aschgrau, hell lila

- diese Hühner sollen hervorragende Eltern sein. Auch die Hähne führen die Küken ebenso wie die Hennen. Die Hähne verteidigen ihre Hennen und Küken sehr stark.

- Es sind eher feine Hühner, nicht sehr grob, ohne Anzeichen von Kehllappen und sehr kleine Kämme.

- diese Hühner laufen auffallend ungerne über offene Flächen. Sie nutzen bevorzugt Deckung in hohem Gras ähnlich wie Rebhühner. Sie sind sehr aufmerksame Wächter bei Feinden aus der Luft. Sie können Raubtieren geschickt ausweichen und sind sehr gute Flieger.

- Sie suchen nicht viel Integration mit anderen Hühnern. Obwohl die Hähne kleiner sind als andere Rassen, haben sie auf dem Hühnerhof einen hohen Rang. Sollten die Männchen von anderen Hähnen eingeschüchtert werden, sind sie ziemlich furchtlos und verjagen die Konkurrenz.

Ich habe noch weitere interessante Informationen und Einzelheiten. Aber ich glaube das oben geschriebene läss uns doch erst einemal alle aufhorchen.

Schaut euch das Verhalten eurer Tiere mal genau an und sagt mir mal: was anderes können unsere Hühner sein als Nachkommen der Rapanui?

13

22.12.2013, 18:39

bin ja mal gespannt was da noch alles aus der weißen Henne fällt, die der sichtbare Beweis sein sollte

14

22.12.2013, 19:39

Nicht so engstirnig :cursing: !

Es heißt zwar auch bei den Rapanui: es treten immer wieder Tiere mit schwarzer Haut und schwarzen Gesichtern auf. Aber denk nicht nur in diese Richtung. Aktueller Beweis, für Leute die ganau hinhören und schaun, ist z.B. das Verhalten der "Hähnchen" bei Andreas und Rino. Oder: die Hähne bei Khg und Knut, die ganz alleine Küken geführt haben, wie eine Glucke! Von Verteidigungsbereitschaft brauche ich sicher nicht reden.

So werden wir noch ganz viele Parallelen finden!

@ Claudia: schönes Gruppenbild von 1995

15

22.12.2013, 20:17

Hallo,
stimmt mit diesen Hühner haben unsere sehr viel gemeinsam.

Also nehme ich an das die grünen Beine auch von den Indianerhühner stammen ?
Die fünfte Zehe von den Bankiva ? Die es, wie wir nun alle wissen auch mit fünf gibt.

16

22.12.2013, 21:11

Hy Knut,
ich vermute das die Fünfzehigkeit von beiden Seiten kommt!

Sowohl bei den Rapanui-Nachfahren, der Mapuche Hühner, als auch bei der Bankivaunterart "gallus gallus spadiceus", gibt es nachweislich fünfzehige Tiere.

Gruß Uwe

17

25.08.2014, 17:00

Neuer Bestand

Hallo Leute,
nach Recherchen von Ingo Dietrich ist ein neuer Bestand in Hamburg gefunden.

Am Elbeufer lebend und garantiert direkt von den mitgebrachten Eiern aus San Diego stammend. Der Bestand ist jahrzehnte alt!

Die erste Kontaktaufnahme und weitere Telefonate sind gelaufen. Voraussichtlich wird es im Oktober ein Treffen geben.

Gruß Uwe

18

25.08.2014, 17:12

Wau, das ist jetzt aber mal eine Knaller- Nachricht 8| ! Mit komplett neuen Populationen rechnet man ja irgendwo in der Pampa, aber nicht in Hamburg...

Sagt mal, wollen wir nicht mal irgendeine IG ins Leben rufen, die es zum Ziel hat, freilebende Populationen wiederanzusiedeln? ZB in Schlossparks, auf den zahlreichen Kyrill- Windwürfen, die inzwischen perfektes Hühnerhabitat sind, meinetwegen nach Etablierung auch gerne als Jagdwild nutzbar, womit man eventuell die Jäger und deren Lobby gewinnen könnte...
Es juckt mir echt sowas von im Pelz, freilebende Buschhuhnkolonien anzusiedeln- erwische mich schon regelmäßig dabei, dass ich Wälder insbesondere auf das Verhältnis Schatten- und Sonnenplätze, Wasser, Unterholz und Deckungsreichtum durchmustere... Wie so bei einem Vulkan- die Magma steigt langsam höher und höher, die Magmakammer füllt sich, die Erdoberfläche wölbt sich auf, und eines Tages- BAMM- sehe ich mit mit wildem Lachen durch die Wälder fahren und kleine wildfarbene Hühner nach links und rechts aus dem Fenster schmeißen :thumbsup: !

Sorteng

unregistriert

19

25.08.2014, 20:16

Das klingt ja unheimlich interessant Lotta! Bin gespannt was du davon berichtest und ob du ein paar schöne Bilder machen kannst.

20

25.08.2014, 20:24

Hallo Andreas,
die halbwilde Haltung in Parks ist wie bei anderem Ziergeflügel, z.B. Pfauen, Goldfasane etc... erlaubt. Das Einbringen in die freie Wildbahn
ist verboten. Im Bergischen Land wurden einmal Buschhühner von einem Hof zu einem anderen Hof gebracht. Auf halben Weg ist der Transporteur
wohl ausgerutscht und gefallen, dabei fiel natürlich auch der Karton hin und die Buschhühner konnten entfliehen. Auf diese Buschhuhnflucht bauten
wohl die seinerzeitigen Wildbestände im Bergischen Land auf.........
Ich bin übrigens heute in den Besitz einer alten Video-Kassette "Vorsicht Buschhühner" gekommen. In der Hoffnung, daß darauf noch ein
brauchbarer Film zu sehen ist und Du noch Videos irgendwo abspielen kannst, habe ich Dir die Kassette übersandt. Die Kassette brauche ich nicht
zurück.
Viele Grüße
Lupus

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